24.09.2020

Liberale Hochschulgruppe kritisiert Senatsbeschluss der TU Dresden

(Dresden / 24.09.2020) Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) kritisiert den Beschluss des Senats zur Durchführung des kommenden Wintersemesters unter Covid19 mit ihrer Veranstaltung „Rektoratlos – Wir haben, was Studierende brauchen“ als verspätet und unzureichend.

„Trotz der seit Monaten konstant geringen Infektionen in Dresden legt der Senat erst zwei Wochen vor Semesterbeginn ein Konzept für die Durchführung von Lehrveranstaltungen vor. Die mangelnde Planbarkeit, ob Veranstaltungen in Präsenz oder virtuell stattfinden, belastet insbesondere Studierende mit Kindern oder Nebentätigkeiten,“ so Denise Köcke, Vorsitzende der LHG Dresden.

„Der Senatsbeschluss sieht vor, dass nur 10 bis 15 Prozent der Seminare, Übungen und Tutorien in Präsenz stattfinden können. Das ist zu wenig! Mit einem Hybridmodells, das die Hälfte der Teilnehmer vor Ort und die andere Hälfte online einbindet, könnten alle Seminare mit halber Auslastung in Präsenz stattfinden,“ erklärt Patrick Müller, Spitzenkandidat der LHG für die diesjährigen Senatswahlen an der TU Dresden.

Den Beschluss, Vorlesungen auch zukünftig online durchzuführen sowie den Erstsemester-Studierenden vorrangig Präsenzlehre einzuräumen, begrüßt die LHG ausdrücklich.

Beim Besuch der Studentenwohnheime kamen die Hochschulpolitiker mit Studierenden ins Gespräch über die Erfahrungen im vergangenen – rein digitalen – Semester. Dafür hatte die Hochschulgruppe Pizza und Bier mitgebracht. Denn „Studierende brauchen zwei Dinge: Einen Plan für das nächste Semester und studentische Grundnahrungsmittel. Für beides haben wir heute gesorgt,“ sagt Müller.

Die finanzielle Situation der Studierenden thematisiert Thomas Kunz, Vorsitzender des Arbeitskreises Hochschule der FDP Sachsen. „In der Pandemie ist jeder dritte studentische Nebenjob weggebrochen. Unsere Stadträte setzen sich deshalb unermüdlich für eine Normalisierung in der Gastro- und Tourismusbranche ein. Außerdem fordern wir ein elternunabhängiges BAföG sowie einfacheren Zugang zur Überbrückungshilfe des Bundes.“